Die Lungenfunktion nimmt schneller ab, wenn COPD-Patienten schwere Krankheitsschübe erleiden. Diese Exazerbationen wirken sich insbesondere bei Patienten mit leichtem Krankheitsbild negativ aus. Zu diesem Ergebnis kommt die COPDGene-Studie mit 2.800 COPD-Patienten, die Daten wurden auf der diesjährigen Tagung der amerikanischen Thorax-Gesellschaft ATS vorgestellt.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der COPDGene-Studie waren frühere Raucher oder sind es immer noch. Zu Beginn bestimmten die Wissenschaftler die Lungenfunktion der COPD-Patienten, nach fünf Jahren wiederholten sie die Untersuchung an den noch beteiligten 2.000 Teilnehmern. In diesem Zeitraum hatten 37 Prozent der Patienten mindestens einen schweren Krankheitsschub erlitten. Diese führten durchwegs zu einer deutlichen Abnahme des FEV1-Wertes. Am stärksten nahmen die Werte bei den Patienten ab, die bis dahin einen milden Krankheitsverlauf hatten.

Schon frühere Studien hatten ergeben, dass Exazerbationen den Verlauf einer COPD-Erkrankung maßgeblich beeinflussen. Neu an den Erkenntnissen aus der COPDGene-Studie ist den Autoren zufolge, dass hier eine so große Zahl von Patienten mit frühem bzw. mildem Krankheitsverlauf untersucht werden konnte. Sie empfehlen weitere Untersuchungen, um neue Therapieansätze insbesondere für diese Zielgruppe zu finden und damit das Risiko des Fortschreitens der Erkrankung zu verringern.


Quelle:
American Thoracic Society: Exacerbations in COPD patients hasten lung function loss. – Pressemitteilung vom 16. Mai 2016


Dieser Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung aus dem Lungeninformationsdienst, einem Angebot des Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt übernommen.